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Energiesparverordnung (EnEV) und Energieausweis

EnEV: Schärfere Regeln vor allem für Neubauten. Worum geht´s?
Die Novellierung der Energieeinsparverordnung (EnEV) tritt zum 1. Mai 2014 in Kraft.
Verschärfungen gibt es dabei vor allem für den Neubau.
Und auch der Energieausweis rückt immer mehr in den Fokus.

 

EnEV gibt es mittlerweile in der dritten Novellierung

 

Laut dena-Gebäudereport sind 70 Prozent der 18,2 Millionen Gebäude in Deutschland vor 1979 erbaut, nur 28 Prozent davon haben eine Außendämmung, immerhin 62 Prozent aber schon eine Dämmung des Dachs oder der obersten Geschossdecke.

Auch hier setzt die EnEV an: Wenn die neue Novellierung am 1. Mai 2014 in Kraft tritt, dann ist es mittlerweile die dritte Fassung dieser Verordnung, die erstmalig 2001 verpflichtend wurde – und damals auch erstmalig die Hausgerätetechnik und die Bausubstanz in eine Verordnung zusammengefasst und ganzheitlich betrachtet hat. Seit 2001 wurden die Anforderungen an den Neu- und Altbaubestand immer weiter verschärft.

Während sich die Pflichtmaßnahmen im Altbaubestand auf Dämmung im Innenbereich und auf die Heiztechnik fokussiert, wurden im Neubaubereich immer auch die energetischen Anforderungen an die Außendämmung verschärft, nun erneut um 25 Prozent. „Im Altbaubestand soll die Sanierung eher durch Förderung angeregt werden“, kommentiert Stolte. „Beim Neubau ist die Anhebung der energetischen Anforderungen um 25 Prozent der richtige Zwischenschritt.“

Denn in der EU ist bis 2021 die Einführung von Niedrigstenergiegebäuden vorgesehen, die erneute Novellierung der EnEV also schon ausgemacht. Damit verbinden sich auch eng die Klimaziele der Bundesrepublik: Nach dem Protokoll von Kyoto hat sich auch Deutschland dazu verpflichtet, den CO2-Ausstoß in die Umwelt zu senken: Bis 2020 müssen 40 Prozent an CO2 im Vergleich zu 1990 eingespart werden.

 

Heizkessel, Außendämmung: Neues in diesem Jahr

 

Die Anforderungen an den Heizkessel steigen durch die Novellierung: So müssen Heizkessel, die vor 1985 eingebaut wurden, ausgewechselt werden, sofern es sich hierbei nicht schon um Niedrigtemperatur- oder Brennwertkessel handelt. Besitzer von selbst bewohnten Ein- oder Zweifamilienhäusern sind von dieser Pflicht ausgenommen. Nur bei einem Verkauf muss der neue Eigentümer dafür innerhalb von zwei Jahren Sorge tragen. Für betroffene Vermieter hingegen ist diese Pflicht mit Kosten von einigen tausend Euro verbunden.

Im Neubaubereich sind hingegen die Anforderungen deutlich angestiegen. Etwas verklausuliert steht dort in der Verordnung, dass der Jahresprimärenergiebedarf mit dem Faktor 0,75 zu multiplizieren sei. Das bedeutet, dass sich die energetischen Anforderungen an die Gebäudehülle im Durchschnitt um 20 Prozent verschärfen.

 

Fokus auf Immobiliendaten und Energieausweis

 

Auch in der EnEV 2014 gibt es noch zwei unterschiedliche Energieausweise: den verbrauchsabhängigen, der einen durchschnittlichen tatsächlichen Verbrauch als Grundlage der Einstufung vorsieht, und den bedarfsabhängigen, der recht komplizierte Bewertungen des energetischen Zustandes einer Immobilie vornimmt. Der bedarfsabhängige Energieausweis ist wesentlich aussagekräftiger, aber auch deutlich teurer als der verbrauchsabhängige. Zumindest dena-Experte Stolte sieht die zwei Möglichkeiten kritisch: „Der Gesetzgeber konnte sich leider in der aktuellen Novellierung noch nicht dazu durchringen, den verbrauchsabhängigen Energieausweis abzuschaffen“, sagt er. „Positiv beim Energieausweis ist aber, dass dieser nun zwingend vorgelegt werden muss.“ Und in der Tat: Nun muss der Energieausweis Miet- und Kaufinteressenten spätestens beim Besichtigungstermin vorgelegt werden. Die neue Ausweisversion nach EnEV 2014 – alte Ausweise behalten weiter ihre Gültigkeit – erinnert nun auch noch mehr an die bekannten Label auf dem Kühlschrank: Es wird nach Effizienzklassen A+ bis H unterschieden. Die Richtigkeit der Angaben wird übrigens nun von Behörden stichpunktartig überprüft.

Auch so muss der Verkäufer oder Vermieter nun wesentlich auskunftsfreudiger sein: Immobilieninserate müssen per Verordnung nun deutlich mehr Informationen auch zur Energieeffizienz beinhalten, unter anderem eben die Art des Ausweises und die Energieeffizienzklasse.

 

Quelle: dena – Deutsche Energie-Agentur – www.dena.de

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